<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>SPD erneuern &#187; Allgemein</title>
	<atom:link href="http://spd-erneuern.de/category/allgemein/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://spd-erneuern.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Nov 2009 14:14:27 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Unser Projekt: Gerechtigkeit</title>
		<link>http://spd-erneuern.de/2009/11/10/unser-projekt-gerechtigkeit/</link>
		<comments>http://spd-erneuern.de/2009/11/10/unser-projekt-gerechtigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 14:09:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Initiativantrag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://spd-erneuern.de/?p=123</guid>
		<description><![CDATA[Initiativantrag des Juso-Bundesvorstands zum SPD-Bundesparteitag in Dresden

Die SPD wurde gegründet, um für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Lange Zeit war dies der Kern der SPD. Weite Teile der Bevölkerung haben das Vertrauen verloren, dass mit einer SPD-Regierungspolitik soziale Gerechtigkeit auch praktisch politisch verfolgt wird und über verbale Lippenbekenntnisse hinausgeht. Zwei Drittel der angestammten SPD-WählerInnen sagen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address>Initiativantrag des Juso-Bundesvorstands zum SPD-Bundesparteitag in Dresden<br />
</address>
<p>Die SPD wurde gegründet, um für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Lange Zeit war dies der Kern der SPD. Weite Teile der Bevölkerung haben das Vertrauen verloren, dass mit einer SPD-Regierungspolitik soziale Gerechtigkeit auch praktisch politisch verfolgt wird und über verbale Lippenbekenntnisse hinausgeht. Zwei Drittel der angestammten SPD-WählerInnen sagen, die SPD habe ihre Prinzipien verraten. Dabei handelt es sich weder um ein Kommunikationsproblem noch um gefühlte Defizite. In der Regierungszeit der SPD sind faktisch Gerechtigkeitsdefizite entstanden:</p>
<p><span id="more-123"></span></p>
<ul>
<li>Die Einkommensverteilung hat sich weiter zu Lasten der Beschäftigten verschoben, die Lohnquote ist deutlich gesunken. Gerade im letzten Aufschwung haben die Beschäftigten fast gar nicht partizipieren können. In der Krise steht nun aber zu befürchten, dass vor allem sie über Staatsschulden und Einsparungen bei sozialer Infrastruktur die meisten Kosten tragen müssen. Den Verursachern der Finanzkrise wurde mit milliardenschweren Programmen über die Finanzkrise hinweggeholfen und dennoch müssen sie bis heute kaum zu den entstandenen Kosten beitragen. Darüber hinaus hat sich die Ungleichverteilung der Vermögen weiter verschärft, zugleich ist die Armutsquote gestiegen. Im Ergebnis ist die Gesellschaft ungleicher geworden. Natürlich ist die Verhandlung von Lohnhöhen Sache der Tarifpartner. Die Politik kann sich damit aber nicht aus der Verantwortung ziehen: Sie setzt wichtige Rahmenbedingungen. Eine Verschärfung der Zumutbarkeitsregelungen beim Arbeitslosengeld führt zu einer schlechteren Verhandlungsposition der Gewerkschaften, die Ausweitung von Leiharbeit setzt die Beschäftigten in den Betrieben unter Druck.</li>
<li>Fast noch deutlicher zeigt sich diese Entwicklung in der Sekundärverteilung. Vor allem unter der rot-grünen Regierung wurden die Steuern insbesondere für gut Verdienende, Vermögende und Kapitalgesellschaften in der Hoffnung auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung deutlich gesenkt. 2006 wurde die Mehrwertsteuer, von der kleinere Einkommen relativ höher belastet sind, um drei Prozentpunkte erhöht. Die Umverteilung von unten nach oben hat damit zugenommen.</li>
<li>Insbesondere seit den Hartz-Reformen hat sich der Niedriglohnsektor deutlich ausgeweitet. Arm trotz Arbeit: Das ist heute für fast jeden vierten Beschäftigten bittere Realität. Besonders alarmierend ist dabei, dass bei den – durch die Hartz-Reformen ausgeweiteten – geringfügigen Beschäftigten fast 80 Prozent für einen Niedriglohn arbeiten.</li>
<li>Mit den Hartz-Reformen war das Ziel verbunden, möglichst viele Arbeitslose in neue Beschäftigungsverhältnisse zu bringen. Hierzu wurden etwa die Zumutbarkeitsregelungen verschärft, Bedarfsgemeinschaften konstruiert und die Sanktionsmöglichkeiten ausgeweitet. Fakt ist, dass auch im Aufschwung das Versprechen neuer Beschäftigungsmöglichkeiten insbesondere für spezifische Regionen und Gruppen des Arbeitsmarktes nicht eingelöst werden konnte. Gerade diese Betroffenen erleben einen erhöhten Druck, ohne aber zugleich die Chance der Partizipation am Erwerbsleben zu haben.</li>
<li>Die Rente mit 67 wird der Lebensrealität in vielen Betrieben nicht gerecht. Viele Berufsgruppen können nicht bis 67 arbeiten. Sie weist aber ein weiteres Defizit auf: Bei der Verabschiedung des Gesetzes wurde zwar eine Verbesserung der Arbeitsmarktchancen älterer Beschäftigter in Aussicht gestellt, die tatsächlichen Chancen haben sich aber kaum verbessert. Solange aber die Möglichkeit einer Beschäftigung nicht sicher gestellt ist, bedeutet die Rente mit 67 in dieser Form eine Rentenkürzung.</li>
</ul>
<p>Die Ursachen für diese gesellschaftlichen Probleme sind vielfältig. Aber: Die SPD hat in der Regierungszeit nicht alles richtig gemacht und sie hat an einigen Stellen versäumt gegenzusteuern. Manchmal wurden Missstände durch von der SPD beschlossene Maßnahmen sogar verschärft. Vorgebrachte Kritik wurde nicht selten mit dem Basta-Prinzip weggewischt. Wir wollen jetzt keine Diskussion über Alles und Nichts. Wir wollen, dass die SPD wieder Partei der Gerechtigkeit wird. Das ist die zentrale Aufgabe der SPD und deshalb muss die SPD sich in den nächsten zwei Jahren dem Gerechtigkeitsdefizit stellen. Für uns ist klar: Ohne die SPD wird es in dieser Gesellschaft keine Gerechtigkeit geben. Und ohne eine breite Zustimmung in der Bevölkerung für die SPD, eine gute Verankerung der SPD vor Ort und den regen Austausch mit gesellschaftlichen Initiativen kann es keine starke SPD geben.</p>
<p>Auf einige der Gerechtigkeitsdefizite haben wir schon heute eine Antwort. Wir wollen Vermögende und höhere Einkommen stärker an der Finanzierung öffentlicher Aufgaben z.B. durch die Vermögenssteuer, eine höhere Erbschaftssteuer, die Börsenumsatzsteuer und den Bildungssoli beteiligen. Wir wollen ein Ende der Privatisierungen und eine gute öffentliche Infrastruktur. Wir wollen eine Regulierung der Leiharbeit und die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns. Wir wollen kein Zwei-Klassen-Gesundheitssystem, sondern eine Bürgerversicherung für alle. Wir wollen keine Privatisierung der Rente und flexible Übergangsmöglichkeiten.</p>
<p>An einigen Stellen müssen wir noch miteinander diskutieren und Antworten finden:</p>
<ul>
<li>Wie können wir dazu beitragen, Rahmenbedingungen zu setzen, die es den Gewerkschaften ermöglichen, zumindest verteilungsneutrale Tarifabschlüsse zu erzielen?Wie kann die Prekarisierung der Arbeitswelt gestoppt werden und jungen Menschen soziale Sicherheit gewährleistet werden?</li>
<li>Wie können wir den Arbeitsmarkt reformieren, um den Niedriglohnsektor weitgehend zu beseitigen und den Menschen Aufstiegschancen zu ermöglichen?</li>
<li>Wie muss ein gerechtes System der Arbeitsvermittlung aussehen, das die Menschen bei der Arbeitssuche unterstützt und an welchen Stellen müssen wir auch darüber nachdenken, etwa in Form eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen?</li>
<li>Wie können wir es schaffen, allen Menschen in dieser Gesellschaft die Chance auf ein gutes Leben zu geben und damit zu verhindern, dass bereits bei Jugendlichen eine Perspektivlosigkeit zu beobachten ist, die sie die Hoffnung verlieren lässt, an dieser Gesellschaft partizipieren zu können?</li>
<li>Welche Dimensionen sozialer Ausgrenzung gibt es in unserer Gesellschaft, warum sind Menschen mit Migrationshintergrund öfter von Ausgrenzung betroffen und wie können wir dieser entgegentreten?</li>
<li>Wie können wir die Rente so weiterentwickeln, dass alle Menschen ein gutes und sicheres Leben im Alter führen können?</li>
<li>Wie stellen wir der Privatisierungsvorhaben von schwarz-gelb ein Bild eines solidarischen und starken Staats gegenüber?</li>
<li>Wie kann eine neue Form der Solidarität aussehen, wenn die Gesellschaft von immer stärkeren Entsolidarisierungstendenzen geprägt ist?</li>
</ul>
<p>Für uns ist klar, dass wir in diesem Diskussionsprozess den Dialog mit gesellschaftlichen Gruppen, Bewegungen und gerade den Gewerkschaften suchen müssen. Für uns ist klar, dass wir als SPD nur stark sein werden, wenn wir vor Ort verankert sind – nur so, können wir in der SPD soziale Realität wahrnehmen und mit anderen gemeinsame Antworten finden sowie das verloren gegangene Vertrauen zurückgewinnen. Dafür müssen wir nach draußen gehen und den Austausch suchen. Für uns ist auch klar, dass dieser Diskussionsprozess offen und von unten nach oben gestaltet werden muss. Wir wollen keine Diskussionskultur mehr, wo oben entschieden wird und die Partei zu folgen hat. Wir wollen, dass die demokratisch legitimierten Gremien wieder die ihnen zustehende bedeutende Rolle spielen, sie müssen alle verbindlich in den Prozess eingebunden werden. Wir wollen Basiskonferenzen in nicht abgeschirmten Räumen, bei denen alle Genossinnen und Genossen und alle Interessierten mitdiskutieren können. Wir fordern den Parteivorstand auf dem Parteirat einen realistischen und effektiven Zeitplan vorzulegen.</p>
<p>Wir müssen damit einen Weg aufzeigen, der deutlich macht: Die SPD ist (wieder) die Partei, die soziale Gerechtigkeit glaubwürdig vertritt.</p>
<p><a href="http://www.jusos.de/sites/default/files/nachrichten_files/Unser%20Projekt%20Gerechtigkeit.pdf">Antrag als PDF herunterladen</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://spd-erneuern.de/2009/11/10/unser-projekt-gerechtigkeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Banner</title>
		<link>http://spd-erneuern.de/2009/09/29/banner/</link>
		<comments>http://spd-erneuern.de/2009/09/29/banner/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 00:59:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Banner]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://spd-erneuern.de/?p=83</guid>
		<description><![CDATA[Hier findet Ihr Banner, um für den Aufruf und die Homepage  zu werben. Einfach auf Eure Homepage stellen und mit http://spd-erneuern.de verlinken.
Zum herunterladen und speichern auf ein Banner mit rechts klicken und &#8220;Speichern unter&#8230;&#8221; wählen.









]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier findet Ihr Banner, um für den Aufruf und die Homepage  zu werben. Einfach auf Eure Homepage stellen und mit <a href="http://spd-erneuern.de">http://spd-erneuern.de</a> verlinken.</p>
<p><span id="more-83"></span>Zum herunterladen und speichern auf ein Banner mit rechts klicken und &#8220;Speichern unter&#8230;&#8221; wählen.</p>
<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/09/banner_spd-erneuern_270x200_m-logo.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-84" title="banner_spd-erneuern_270x200_m-logo" src="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/09/banner_spd-erneuern_270x200_m-logo.jpg" alt="banner_spd-erneuern_270x200_m-logo" width="270" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/09/banner_spd-erneuern_270x200_o-logo.jpg"><img class="size-full wp-image-85 alignleft" title="banner_spd-erneuern_270x200_o-logo" src="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/09/banner_spd-erneuern_270x200_o-logo.jpg" alt="banner_spd-erneuern_270x200_o-logo" width="270" height="200" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a href="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/10/spd-erneuern_buehne.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-118" title="spd-erneuern_buehne" src="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/10/spd-erneuern_buehne.jpg" alt="spd-erneuern_buehne" width="950" height="250" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://spd-erneuern.de/2009/09/29/banner/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SPD erneuern</title>
		<link>http://spd-erneuern.de/2009/09/28/spd-jetzt-erneuern/</link>
		<comments>http://spd-erneuern.de/2009/09/28/spd-jetzt-erneuern/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 12:39:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[inhaltliche Erneuerung]]></category>
		<category><![CDATA[organisatorische Erneuerung]]></category>
		<category><![CDATA[personelle Erneuerung]]></category>
		<category><![CDATA[strategische Erneuerung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://spd-erneuern.de/?p=3</guid>
		<description><![CDATA[Die SPD hat bei der Bundestagswahl das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik erzielt.
Die SPD befindet sich in einer schweren Krise. Erforderlich ist jetzt eine intensive Diskussion über die inhaltliche, strategische, personelle und organisatorische Erneuerung der Partei. Wir brauchen einen radikalen Erneuerungsprozess. Klar ist für uns hierbei, dass alle Kräfte und dabei vor allem auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-42" title="SPD ERNEUERN" src="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/09/spd-erneuern_homepage.jpg" alt="SPD ERNEUERN" width="240" height="180" />Die SPD hat bei der Bundestagswahl das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik erzielt.</p>
<p>Die SPD befindet sich in einer schweren Krise. <strong>Erforderlich ist jetzt eine intensive Diskussion über die inhaltliche, strategische, personelle und organisatorische Erneuerung der Partei. Wir brauchen einen radikalen Erneuerungsprozess.</strong> Klar ist für uns hierbei, dass alle Kräfte und dabei vor allem auch die Fraktion und die Partei gemeinsam an dieser Erneuerung arbeiten müssen.</p>
<p>Zudem muss die SPD ihre Rolle als Oppositionspartei finden. Wir werden uns als Oppositionspartei neben den Grünen und der Linken profilieren müssen. Dies wird ein schwieriger Weg.</p>
<h4><span id="more-3"></span></h4>
<h4><strong>Inhaltliche Erneuerung</strong></h4>
<p>Die SPD hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Die Bürgerinnen und Bürger haben uns trotz eines engagierten Wahlkampfs die richtigen Inhalte des Regierungsprogramms nicht abgenommen.<br />
Einer der Hauptgründe des dramatisch schlechten Wahlergebnisses ist die Politik der Agenda 2010: Fast zwei Drittel der angestammten SPD-Wählerinnen und Wähler sagen, die SPD habe mit Hartz IV und der Rente mit 67 ihre Prinzipien aufgegeben. Das haben uns unsere Wählerinnen und Wähler nicht verziehen – und gingen entweder nicht zur Wahl oder wanderten ab. Das ergaben zumindest die Wahlanalysen der Umfrageinstitute.</p>
<p>Wir brauchen eine konsequente und überzeugende Abkehr von der Politik der Agenda 2010.</p>
<p>Die SPD muss zurück zu einer Politik der sozialen Gerechtigkeit finden. In der Regierung haben wir häufig eine andere Politik verfolgt, als wir nun im Regierungsprogramm versprochen hatten. Wer sich im Programm für „Gute Arbeit“ einsetzt und mit der Politik der Agenda 2010 bewusst eine dramatische Ausweitung des Niedriglohnsektors befördert hat, der hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Das gilt auch für andere Entscheidungen: Im Wahlkampf 2005 haben wir uns gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer eingesetzt, zwei Monate später haben wir sie sogar deutlicher erhöht als vorher von der Union gefordert. In programmatischen Reden steht die SPD für eine öffentliche Daseinsvorsorge, im Regierungshandeln haben wir uns für die Privatisierung der Bahn eingesetzt. In der Finanzkrise fordern wir eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte, in der rot-grünen Bundesregierung wurden bestehende Regulierungen drastisch gelockert. Hinzu kamen weitere Fehlentscheidungen in der Innenpolitik: Das Erstarken der Piratenpartei bei den JungwählerInnen ist nicht zuletzt auf die Entscheidung für unsinnige Netzsperren und die Ausweitung von Online-Durchsuchungen zurückzuführen. Spätestens seitdem ist die SPD auch im Bereich der BürgerInnenrechte nicht mehr der Garant für Freiheit.</p>
<p>Die Menschen glaubten uns die im Wahlkampf versprochene Neuausrichtung vielfach nicht, was auch an der fehlenden Abgrenzung gegenüber früheren Fehlentscheidungen lag: Es funktioniert eben nicht, einerseits im SPD-Regierungsprogramm eine sozial gerechtere Politik einzufordern, und andererseits die bisherige SPD-Regierungspolitik zu verteidigen. Die SPD muss die Agenda 2010 und ihre Folgen ehrlich, offen und konstruktiv aufarbeiten. Nur dann ist auch die Oppositionsrolle glaubwürdig, Ein Einfaches “weiter so” kann es nicht geben.</p>
<h4><strong>Strategische Erneuerung</strong></h4>
<p>Die scharfe Abgrenzung von und das Ausschließen einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei hat die SPD in eine strategische Sackgasse manövriert. Die SPD ist dadurch bei der Koalitionsbildung immer von Union (schwarz-rot) oder FDP (rot-gelb-grün) abhängig. Beide Koalitionsoptionen sind in der Bevölkerung und insbesondere bei SPD-Anhängerinnen und Anhängern unbeliebt.</p>
<p>Ein SPD-Kanzlerkandidat, der nicht Kanzler werden kann, weil er von vorneherein die einzig realistische Koalition ausschließt, überzeugt die Menschen nicht. Das ist zumindest ein strategisches Dilemma. Natürlich ist ein Zusammengehen mit der Linkspartei auf der Bundesebene nicht ohne weiteres möglich. Die SPD muss nun aber einen Diskurs gemeinsam mit der Partei “Die Linke“ einleiten, um Möglichkeiten für eine perspektivische Zusammenarbeit auszuloten. Dazu gehört ebenso, den Ländern, in denen aufgrund der Mehrheitsverhältnisse und der programmatischen Nähe die Möglichkeit für Koalitionen links von Union und FDP möglich sind, keine Steine in den Weg zu legen.</p>
<p>Teile der SPD haben sich in den letzten Jahren von ihren potenziellen Wählerinnen und Wählern entfremdet. Sozialdemokratische Oppositionspolitik muss in den nächsten vier Jahren zum Ziel haben, auch in wahlwkampffreien Zeiten kontinuierlich den Weg zurück zu den Menschen vor Ort zu finden, um so verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Ein klares Ziel muss für die SPD sein den engen Schulterschluss mit den Gewerkschaften zu üben. Denn nur durch das Gewinnen von Bündnis- und Dialogpartnern in der Zivilgesellschaft kann die SPD ihr linkes Profil schärfen und sich so in der Bevölkerung wieder als vertrauenswürdige Kraft der sozialen Gerechtigkeit etablieren. Dies bedeutet den Abschied von einem Marketing der Politikinhalte und leeren Phrasen wie „Unser Land kann mehr“ hin zu einer an Vertrauen orientierten Politik. Nicht nur Wahlkampf, sondern langfristige Vertrauensarbeit in und mit der Zivilgesellschaft gibt der SPD eine langfristige Perspektive!</p>
<h4><strong>Personelle Erneuerung</strong></h4>
<p>Der SPD fehlt Glaubwürdigkeit. Dies hat inhaltliche, aber auch personelle Ursachen. Trotz eines insgesamt guten Regierungsprogramms konnten wir die Wählerinnen und Wähler nicht von der SPD überzeugen. Wir konnten als Sozialdemokratie nicht vermitteln, warum diejenigen Personen, die jahrelang marktradikalen Politikansätzen nachgeeifert haben, nun plötzlich eine sozialere, entgegengesetzte Politik machen sollen. Große Teile der Parteiführung haben sich bis heute nicht von den Fehlern der SPD-Regierungspolitik distanziert, sondern verteidigen noch immer die damaligen Entscheidungen.</p>
<p>Die notwendige Erneuerung der Partei muss auch eine personelle Erneuerung bedeuten. Die alten Köpfe können nicht glaubwürdig für einen Neuanfang stehen. Daher muss bis zum Bundesparteitag im November eine intensive innerparteiliche Diskussion auch über das künftige Spitzenpersonal geführt werden. Nach dem Parteitag muss die Partei über einen Vorstand verfügen, der auch personell den Neuanfang hin zu einer Politik sozialer Gerechtigkeit glaubwürdig und dauerhaft vertreten kann.</p>
<p>Wir müssen ein breites Personal-Tableau aufstellen. Die Position des Parteivorsitzenden und des Fraktionsvorsitzenden in eine Hand zu geben, wäre aktuell ein Fehler.</p>
<h4><strong>Organisatorische Erneuerung</strong></h4>
<p>In den vergangenen Jahren sind viele Entscheidungen der Partei an den Mitgliedern vorbei durchgesetzt worden oder bestehende Entscheidungen der Partei, wie etwa der Parteitagsbeschluss gegen die Bahnprivatisierung, wurden im Regierungshandeln einfach ignoriert. Die SPD lebt aber immer noch – gerade in Wahlkampfzeiten – von ihren Mitgliedern, die mit vollem Einsatz für ihre Partei kämpfen. Deshalb bedarf es auch einer Diskussion über die organisatorische Erneuerung der SPD, die zu mehr innerparteilicher Demokratie führen muss. SPD muss ihre Stärke als Mitgliederpartei wiedergewinnen, indem sie die demokratische Beteiligung all ihrer Mitglieder organisiert. Entscheidend ist es dabei auch, Konzepte zu entwickeln, die den Parteimitgliedern mehr Angebote zur Diskussion und Mitentscheidung bieten.</p>
<p>Mit einer solchen Neuaufstellung kann die SPD auch wieder erfolgreich sein und Mehrheiten für ihr Programm der sozialen Gerechtigkeit und Solidarität gewinnen.</p>
<h2>Mitmachen</h2>
<ul>
<li><a href="http://spd-erneuern.de/aufruf-spd-erneuern-unterzeichnen">Hier kannst Du den Aufruf online unterzeichnen</a></li>
<li><a href="http://spd-erneuern.de/2009/09/28/musterantrage-stellen/">Hier kannst Du den Aufruf als Musterantrag herunterladen</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://spd-erneuern.de/2009/09/28/spd-jetzt-erneuern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Musteranträge stellen!</title>
		<link>http://spd-erneuern.de/2009/09/28/musterantrage-stellen/</link>
		<comments>http://spd-erneuern.de/2009/09/28/musterantrage-stellen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 11:46:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musterantrag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://spd-erneuern.de/?p=7</guid>
		<description><![CDATA[Unterzeichnet unseren Aufruf nicht nur hier auf dieser Seite, sondern diskutiert und beschließt ihn bei Euch in der SPD vor Ort. Dafür bieten wir Euch den Aufruf &#8220;SPD erneuern&#8221; hier als Musterantrag zum herunterladen an.
Also: Antrag herunterladen, ausdrucken, in Eurem SPD-Ortsverein, SPD-Unterbezirk und SPD-Landesverband diskutieren und beschließen. Beschließt dabei auch die Überweisung an den SPD-Parteivorstand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/09/Antrag-SPD-erneuern_end.pdf"><img class="alignright size-medium wp-image-52" title="musterantrag" src="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/09/musterantrag-200x300.png" alt="musterantrag" width="200" height="300" /></a>Unterzeichnet unseren Aufruf nicht nur hier auf dieser Seite, sondern diskutiert und beschließt ihn bei Euch in der SPD vor Ort. Dafür bieten wir Euch den Aufruf &#8220;SPD erneuern&#8221; <a href="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/09/Antrag-SPD-erneuern_end.pdf">hier als Musterantrag</a> zum herunterladen an.</p>
<p>Also: Antrag herunterladen, ausdrucken, in Eurem SPD-Ortsverein, SPD-Unterbezirk und SPD-Landesverband diskutieren und beschließen. Beschließt dabei auch die Überweisung an den SPD-Parteivorstand und den SPD-Bundesparteitag. Da die Antragsfrist für den Bundesparteitag bereits vor der Bundestagswahl lag, müsst Ihr Euren Antrag als Initiativantrag stellen. Der Juso-Bundesverband hat dies bereits getan. Aber je mehr Gliederungen den Antrag stellen, desto größer ist die Wirkung in der Partei.</p>
<p><span id="more-7"></span><br />
Da die Antragsfrist für den Parteitag bereits abgelaufen ist, müssen wir auf dem Bundesparteitag in Dresden dann noch die notwendigen Unterschriften von Parteitagsdelegierten sammeln: Nach dem Antragsschluss können nur noch Initiativanträge aus der Mitte des Parteitages (also von den Delegierten) gestellt werden. Näheres regelt hierzu die Geschäftsordnung, die der Parteitag beschließt. In der Regel benötigt man 40 Unterschriften aus 5 Bezirken. Sprecht deshalb im Vorfeld Eure Delegierten an und fordert sie zur Unterstützung des Antrags auf. Falls Ihr selbst Delegierte/r seid und unseren Antrag unterstützen wollt, dann meldet Euch bei uns &#8211; die Kontaktdaten findet Ihr unten.</p>
<p>Wenn ein Antrag bei Euch in der Versammlung oder im Vorstand beschlossen wurde, dann schickt ihn in der beschlossenen Fassung sofort an den SPD-Parteivorstand:</p>
<blockquote><p>SPD-Parteivorstand<br />
Vorstandssekretariat<br />
Willy-Brandt-Haus</p>
<p>10911 Berlin</p>
<p>Email: vorstandssekretariat@spd.de</p></blockquote>
<p>Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns über Eure Beschlüsse informieren würdet: <a href="mailto:jusos@spd.de">jusos@spd.de</a>. Bei Rückfragen steht Euch das Juso-Bundesbüro gerne zur Verfügung &#8211; die Kontaktdaten findest Du <a href="http://www.jusos.de/kontakt">hier auf jusos.de</a>.</p>
<ul>
<li><a href="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/09/Antrag-SPD-erneuern_end.pdf">Musterantrag herunterladen (PDF)</a> v.1.4</li>
<li><a href="http://spd-erneuern.de/wp-content/uploads/2009/09/Antrag-SPD-erneuern.rtf">Musterantrag als Rich-Text-Format herunterladen (rtf)</a></li>
</ul>
<p>Inzwischen haben wir einen weiteren Antrag erstellt, den wir als Initiativantrag einbringen werden. Im Antrag &#8220;<a href="http://spd-erneuern.de/2009/11/10/unser-projekt-gerechtigkeit/">Unser Projekt: Gerechtigkeit</a>&#8221; benennen wir Gerechtigkeitsdefizite der SPD-Regierungsjahre und formulieren Fragen, die die Sozialdemokratie für eine erfolgreiche inhaltliche Erneuerung für sich klären muss.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://spd-erneuern.de/2009/09/28/musterantrage-stellen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aufruf online unterzeichnen</title>
		<link>http://spd-erneuern.de/2009/09/28/aufruf-online-unterzeichnen/</link>
		<comments>http://spd-erneuern.de/2009/09/28/aufruf-online-unterzeichnen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 10:51:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufruf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://spd-erneuern.de/?p=10</guid>
		<description><![CDATA[Die SPD muss von unten erneuert werden. Wir müssen zeigen, dass wir viele sind. Deshalb haben wir den Online-Aufruf &#8220;SPD erneuern&#8221; gestartet.
Hier könnt Ihr den Aufruf online unterzeichnen. Dort könnt Ihr auch nachschauen, wer bisher alles den Aufruf unterzeichnet hat.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die SPD muss von unten erneuert werden. Wir müssen zeigen, dass wir viele sind. Deshalb haben wir den Online-Aufruf &#8220;SPD erneuern&#8221; gestartet.</p>
<p><strong><a href="http://spd-erneuern.de/aufruf-spd-erneuern-unterzeichnen/">Hier könnt Ihr den Aufruf online unterzeichnen</a></strong>. Dort könnt Ihr auch nachschauen, wer bisher alles den Aufruf unterzeichnet hat.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://spd-erneuern.de/2009/09/28/aufruf-online-unterzeichnen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
